Sträflichst vernachlässigt….

20170925_113248….ist dieser Blog, was so schade ist. Ich komme aber kaum ans Laptop und hasse Tippen auf dem Smartphone.

Der schnuffige kleine Ellis ist jetzt schon über 13 Wochen alt und entwickelt sich rasant.

Nach einem schweren Start inkl einer milden Wochenbettdepression geniesse ich meinem Schatz nun total. Besonders im Moment beim Heimaturlaub.

Das Stillen klappt nun auch gut (das Schwerste, was ich je gemeistert habe!) und ich geniesse die Ruhe vor der ‘4 month sleep regression’

 

 

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Ellis ist da :-)

Geboren am 23.6. nach einem schrecklichen Einleitungsmarathon von 26 Stunden und dann Kaiserschnitt.

Seitdem kommen wir zu nichts mehr 😉

Das Stillen hat mich schon viele Nerven gekostet, aber unser hungriger Junge waechst und gedeit (fast ZU gut, da er bei der Geburt 55cm gross und 3.8kg schwer war, jetzt 57cm und 4.1kg – mit 3 Wochen!!!!!)

Hubby und ich hatten beide auch mit dem Baby Blues zu schaffen, und ich bin immer noch sehr dunnhaeutig, wohl auch wegen dem massiven Schlafmangel.

Meine Eltern sind da, was Segen und Stress zugleich ist…wie alles im Moment.

Aber wir sind schwerstens verliebt in unseren Terrorkeks 😉

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Woche 39…. und 40 bis jetzt

Da ich ja nicht weiss, wie lange ich noch Zeit und Musse habe, das zu schreiben, dokumentiere ich lieber mal Wochen 39 und 40 jetzt schon 😉

Die 39. Woche fing am 11.6. an und begann mit einem Besuch bei Freuden und meinem kleinen Patensohn (1 Jahr und 8 Monate alt), was sehr nett war. Der Kleine sah irgendwann meinen rausstehenden Bauchnabel durchs T-Shirt und wollte ab dann staendig mein T-Shirt hochziehen und meinen Nabel anlangen – das war so witzig und suess. Gluecklicherweise macht mir das nix aus (einige Frauen im Yoga haben erzaehlt, wie empfindlich ihr Nabel ist), und das Kichern, wenn ich dann im Gegenzug seinen Nabel ‘gedrueckt’ habe, war echt knuffig!

Am Montag 12.6. kam meine italienische Freundin mit ihrem Baby zum Brunch, was super nett war. Danach genoss ich die himmlische Ruhe im Garten (und das berauschende Gefuehl von 10 Tagen ohne den nervigen Nachbarn!!!), erst alleine und dann spaeter mit Hubby. Ingesamt fuehlte ich mich 100% besser und viel entspannter als in der Woche zuvor.

Dienstags wollte ich mich wieder mit Lucie vom Yoga treffen, aber sie musste leider absagen, da ihr mal wieder schlecht war (die Arme hatte echt die ganze SS damit zu kaempfen, immer mal wieder auch noch im 2. und 3. Trimester).

Im Vergleich zur Woche vorher nahm ich die ploetzliche Planaenderung sehr cool auf und verbrachte einfach mehr Zeit im Garten. Spaeter ging ich kurz zur Apotheke, um mir ein paar ‘Probiotics’ zu kaufen, fuer wenn ich bei der Geburt mit Antibiotika vollgepumpt werde. In der Apotheke traf ich zufaellig meine Freundin Ruth, die am naechsten Tag zur Hochzeit ihrer Tochter nach Spanien fliegen wollte und noch viel zu viel zu tun hatte. Spontan bot ich ihr an, ihr zu helfen, und so radelte ich ganz entspannt in die Stadt und erledigte ein paar Besorgungen fuer sie.

Am Mittwoch traf ich mich mit einem guten Freund und wir fuhren zu einer ‘Nature Reserve’, wo ich erstaunlicherweise trotz der Hitze ganz gut und lange laufen konnte. Nach einem ausgedehnten Picknick im Schatten ging es dann wieder heim, zur Siesta (alleine natuerlich, hihihi) und dann wieder zum Extreme-Garden-Chilling 😉 Ich nutzte den Garten wirklich gut aus in dieser Woche, und noch war es zwar warm, aber nicht unertraeglich heiss. Es kuehlte nachts auch noch etwas ab, daher konnte ich gut schlafen.

Donnerstags holten Lucie und ich dann unseren ‘Cake Morning’ in einem suessen Cafe mit Garten nach. Ute, eine nette Deutsche vom Yoga kam noch dazu, und es war ein super schoener Morgen. Lucie sollte 24 Stunden spaeter schon mit ihrem 2. Baby gesund und munter wieder daheim sein…das Glueckskind. Aber ihre erste Geburt war wohl eher traumatisch, daher hatte sie das auch mehr als verdient! Es wird langsam Ernst….wie fallen alle wie Fliegen, hihihihi 😉

Freitags werkelte ich morgens erst  nochetwas im Haus herum und fuhr dann gegen 14 Uhr ins Buero, mit Eis und Suessem beladen. Dort arbeitete ich ca 2 Stunden, um einen ganzen Tag Ueberstunden voll zu bekommen – und ausserdem meine supernetten Kollegen zu treffen. Es waren nur 2 davon im Buero, aber sie sind meine Lieblingskollegen und daher passte das super 😉

Um 16 kam Hubby dann ins Buero und wir gingen ‘nebenan’ zur Hebamme fuer den letzten Check Up. Sie stresste mich etwas, da sie ploetzlich fragte, ob ich denn auch orale Antibiotika nehme wegen des Strep B. Hmmm, die einschlaegige Literatur sagt eindeutig, dass das nix bringt  und man das Ganze intravenoes waehrend der Geburt bekommen muss.

Sie rief also an einem Freitag nachmittag in meiner Arztpraxis an und erreichte natuerlich nur die Rezeptionistin. Der Arzt rief leider nicht mehr zurueck, aber das war mich auch irgendwie recht so. Warum nochmal mit AB vollpumpen, wenn es nix bringt? Bis zur Einleitung habe ich doch gar keine Zeit, die AB fertig zu nehmen, und dann bilden sich u.U. Resistenzen!!!!! Grrrrrr!

Abends gingen wir nochmal zum Tango (nur dem ‘Freestyle’ nach der ‘Lesson’) und ich war ganz happy, das bei 39+5 noch geschafft zu haben 😉

Samstags machten wir noch ein paar Besorgungen und gingen Einkaufen und verbrachten den Rest des Tages im Garten, als es gegen Abend endlich etwas abkuehlte.

Am Sonntag begann SSW40 (am britischen Vatertag :-)) und damit auch langsam meine wieder aufflammende innere Unruhe. Noch dazu war es super heiss, so dass wir gleich morgens in die Rose Gardens und ans Meer spazieren gingen.

Selbst das wurde aber irgendwann zu heiss, also hielten wir eine ausgiebige Siesta im relativ kuehlen Haus. Gegen 16 Uhr kamen drei gute Freunde zum Grillen, was super nett war.

Gegen 21 Uhr (sie waren immer noch all da!) fuehlte ich ploetzlich die innere Unruhe und latente Panik wieder aufkeimen. Wie wuerde das alles werden, wie wird sich das Leben aendern etc etc etc. Dazu war es immer noch sehr warm, was ich beim Schlafen unertraeglich finde.

Daher wachte ich ca. 2 Stunden nach dem Einschlafen auch gleich wieder auf, ueberhitzt und mit einem tobenden Baby im Bauch. Wie gut, dass meine Schwester in Kanada lebt und daher noch wach war, daher haben wir etwas auf WhatsApp gechattet und ich dann den Kleinen mit dem einzigen Trick ‘beruhigt’, der irgendwie schon immer zieht….Licht an und den Bauch filmen. Schon war Ruhe, relativ zumindest. Hihihihi 😉

Ich schlief mit einigen Unterbrechungen mehr schlecht als recht bis ca 8 Uhr und bin nun ‘geplaettet’. Diese eklige Hitze, ich hasse sie! Es muss doch nicht sein, schon total fertig in den Einleitungs- und Geburtsmarathon zu starten!

Aber das ist wohl Karma, da es meiner Mutter vor fast 42 Jahren genauso ging, nur dass es Ende Juli war. Nachdem die Blase platzte, dauerte es noch 3 Tage, bis sie mich unter grossen Protest meinerseits draussen hatten 😉 Mir schwant Schlimmstes 🙂 🙂 🙂

Nature Reserve und Exhibitionismus im Rose Garden 😉

Rueckblick

Am Vorabend meines ‘due dates’ (Errechneter Termin) lasse ich alles nochmal Revue passieren.

Ich weiss, es haelt sich ja eh kein Baby an den ET, und in meinen Augen ist der sowieso erst am Montag, da meine Fehlgeburt an einem Montag war und das damit ja dann der erste Zyklustag ist, denke ich mal. Die Einleitung ist fuer den 21.6.angesetzt und damit der eigentliche ‘D-Day’…doch auch das kann sich noch verschieben, wenn Notfaelle zuvorkommen im Krankenhaus.

Irgendwie bin ich noch nicht bereit, loszulassen….weiss aber auch, dass ich das bald muss – auf natuerlichem Weg oder mit Einleitung. Ich habe den kleinen Kerl so furchtbar gern in mir undweiss, dass es wohl keine Nr 2 geben kann wegen meines Alters. Ich mag auch meinen Bauch, was sonst nie der Fall ist 🙂

Andererseits habe ich immer noch Schiss, dass in letzter Minute was schief geht, daher haette ich ihn auch gerne ‘sicher’ draussen. Und wuesste, wie er aussieht, wie gross er nun wirklich ist und wem er aehnlich sieht. Mal davon abgesehen, dass ich dann auch die Geburt hinter mir habe! 🙂

Die Zeit seit dem etwas ‘wackeligen’ und ueberraschenden Anfang sofort nach meiner zweiten Fehlgeburt am 12.9. ist wirklich viel zu schnell verflogen….mit Ausnahme der ersten Wochen natuerlich, in denen ich nur immer weitere Probleme erwartete und die Tage sich dehnten. Die Sorgen, dass es eh wieder nix wird, machten mir schwerst zu schaffen….

Es war fuer mich daher wie ein Wunder, immer wieder Meilensteine zu ‘meistern’, die es vorher nicht gab und die ich auch nie erwartete….ein Herzschlag bei 7+1, und die Groesse stimmte auch. Ich werde nie dieses voellige Gluecksgefuehl vergessen, als die nette US-Dame sagte, dass alles OK ist.

Der US in der 12. Woche mit Nackenfaltenmessung und Blutabnahme, und dass das Risiko fuer Trisomiebehinderungen extrem niedrig ist (besonders fuer mein Alter). All die anderen US, auch der 4D-US, mit dem wir uns nun schon ein ungefaehres Bild von dem kleinen Mann machen koennen.

Hebammenbesuche, Yoga, Treffen mit anderen Schwangeren, die nette Aufmerksamkeit unserer Familien, Freunde und der Tangofamilie….ich kann bei allem mein Glueck kaum glauben und hoffe so sehr, dass die Geburt  nun auch noch gut geht.

Es hat lange gedauert, bis mein Bauch wuchs und ich den Kleinen spuerte, daher hinke ich vielleicht noch etwas hinterher. Ich beneide juengere Frauen, die 12 Tage ueber den Termin gehen duerfen, aber sage mir dann immer wieder, dass ich doch einfach nur froh sein soll, ueberhaupt so weit gekommen zu sein. Und im Endeffekt zaehlt wirklich nur, dass er gesund hier ankommt!!!!

Mal gespannt, wann es denn nun losgeht.

Wir sind bereit, gut vorbereitet – und doch nicht bereit. Aber das ist man wohl nie. Man kann einfach nicht abschaetzen, wie es sich anfuehlen wird und wie sehr sich das Leben aendern wird, wie man damit klar kommt….aber eins ist sicher: unser kleines Ueberraschungsei, das sich (in dem Monat) voellig unerwartet und leise bei uns ‘eingeschlichen’ hat, ist auf jeden Fall mehr als willkommen und jetzt schon heiss geliebt 🙂

 

 

Woche 38 – Schrittweise Gewoehnung an den Mutterschutz

Die 38. SSW fing am Sonntag 4.6. an, mit einem Pub-Besuch mit Hubbys Familie zur Pensionierung seines Onkels. Den mag ich total gerne, und daher freue ich mich nun fuer ihn, dass er der Arbeit entfliehen konnte. Man muss auch sagen, dass er sich nun noch besser um Hubbys Oma/seine Mutter kuemmert, was ihn in meiner Achtung nur noch hoeher steigen laesst.

Nachmittags/abends wollte Hubby natuerlich vor der Arbeit am naechsten Tag nur noch ausspannen, was ich absolut verstehen konnte. Leider fiel mit da schon (!) die Decke auf den Kopf und ich langweilte mich. Ich kam mir echt vor wie Loriot in ‘Papa Ante Portas’ – der Uebergang vom stressigen Job zu ‘Freiheit’ (und damit auch kaum Struktur) machten mir irgendwie zu schaffen. Ich hatte mir das immer als diese traumhafte Erleichterung und Freude vorgestellt, was teilweise auch da war, nur von dieser immensen inneren Unruhe und Rastlosigkeit (auch koerperlich) ueberdeckt.

Montags nahm ich also das Haus auseinander, was erschreckend lange dauert, wenn man es ganz besonders ‘tiefreinigen’ will. Dazu ging ich noch kurz in die Stadt und fand endlich ein paar Sandalen.

Am Dienstag morgen traf ich mich mit Lucy, einer netten jungen Frau vom Schwangerschaftsyoga. Sie hat ca eine Woche vor mir Termin, ist noch relativ neu in der Stadt und hat schon einen 4-jaehrigen Sohn. Daher trafen wir uns schon um 10 Uhr morgens, was ich zeitlich recht ungewoehnlich fand (woran ich mich aber seitdem gewoehne).

Es war wirklich super nett, und die Unterhaltung floss ohne Stocken. Irgendwann fragte ich mich, ob Hubby heimlich 2 Frauen hat, da ihr Mann SO aehnlich klang, hihihihi. Es was super schoen, nun doch noch jemanden im Yoga kennengelernt zu haben.

Allerdings machte ich den Fehler, auf nuechternen Magen einen riesigen und uebersuessen ‘Brownie’ zu essen, weswegen mir den ganzen Tag etwas komisch war. Ich werde es wohl nie lernen 😉

Am Mittwoch wollte ich mich mit einem guten Freund treffen und zu einem ‘Sculpture Park’ fahren, den wir beide noch nicht kannten. Als er morgens absagte, da er krank war, fiel ich echt erstmal regelrecht in ein ‘Loch’, da sich der Tag ploetzlich leer und endlos vor mir zu erstrecken schien.

Also raeumte ich noch ein wenig mehr auf und radelte dann ans (stuermische aber sonnige) Meer und sass etwas in einem ‘shelter’ in der Sonne. Dann ging ich schwimmen, was sehr nett war. Allerdings konnte man es eher weniger ‘schwimmen’ nennen als ‘sich im Wasser bewegen’, da ich jedes Mal etwas ‘Sodbrennen’ bekam, wenn ich schwamm. Das kenne ich sonst eher nicht so.

Am Donnerstag sollte dann der verhasste Bad-Grossputz drankommen. Den hatte ich vor mir hergeschoben, da ich sowas echt hasse 😉 Wir haben Holztaefelung an den Waenden (halbhoch), was wirklich suess aussieht, und dann weisse Fliesen. Dieses elendige Holz ist echt nicht sauber zu bekommen….der Staub verteilt sich nur unansehnlich! Mit den Fliesen ging es mir aehnlich, und die Bodenfliesen waren sowieso DER Fehlgriff, da sie poroes sind und auch den Staub festhalten. Ich hatte also einen absoluten ‘Hissy Fit’ und war echt schlecht gelaunt – zumal mich das koerperlich auch an meine Grenzen brachte.

Daher ging ich dann nachmittags mit den ‘Tango-Senioren’ ins Cafe und abends zum Yoga. Nach mehreren Wochen mit mehr Reden als Bewegung war das Yoga natuerlich genau an diesem Donnerstag anders. War ja klar, und ich war danach echt KO 😉

Am Freitag traf ich mich dann mit dem Freund, der am Mittwoch krank gewesen war zum Spaziergang am Meer und Cafebesuch. Es war immer noch sonnig aber windig, weshalb meine normale Methode, langsam auf meinem kleinen Brompton-Klapprad neben meinem ‘Spaziergenossen’ herzufahren (wenn das Laufen anstrengend wird) im Gegenwind auch sehr anstrengend war.

Daheim angekommen war mein Akku dann echt leer…ich hatte es wirklich total uebertrieben diese Woche! Putzen, Spaziergaenge, Schwimmen, Yoga etc etc etc.

Abends machte mich dann der nicht unuebliche ca vierstuendige Kickmarathon des Babys (teilweise echt schmerzhaft!) total fertig und ich hatte echt einen kleinen Tiefpunkt. Das klingt so undankbar, wenn man doch nur will, dass es dem Kleinen gut geht…aber ich war einfach mental und koerperlich fertig und die Kicke so brutal. Kleiner Zappelphillip 😉

Hubby heiterte mich etwas mit einem ‘Chinese Takeaway’ auf…wenigstens mussten wir nicht kochen 🙂

Zu meiner schlechten Laune kam ganz massiv noch unser Nachbar, der mich tagsueber zur Weisglut brachte mit seinem ununterbrochenen Laerm….mega-lauter Fernseher, droehnende Stimme, Rasenmaeher IMMER wenn wir mal kurz im Garten sind etc etc. Wir wussten aber, dass er am Montag fuer 10 Tage wegfahren wuerde, daher wollen wir erst was sagen, wenn er zurueckkommt – sonts vergisst er es eh wieder!

Am Samstag 10.6. war unser Tango-Sommerball (Milonga), den ich unbedingt noch mitmachen wollte. Also ging ich den Tag ruhig an und konnte den Abend dann auch geniessen – obwohl ich mehr redete als tanzte und es super heiss war in der Halle 😉 Das war ein ‘wuerdiger’ (hoffentlich nur vorlaeufiger!) Abschluss meiner ‘Tanzkarriere’ und es war so schoen, nochmal die vielen netten Taenzer/innen zu treffen.

Jetzt (Donnerstag der 39. SSW) habe ich mich echt an das ‘Lotterleben’ gewoehnt und geniesse es ganz entspannt. Der Nachbar ist auch weg und der sonnige Garten einfach HIMMLISCH 🙂 Aber dazu mehr, wenn die 39. SSW vorbei ist 😉

 

Woche 37

Meine letzte Arbeitswoche! 🙂

Statt der durch meine Kollegen vorgeschlagenen ‘Stunden hier und da’ wurden es natuerlich doch nochmal lange und ganze Tage – vor allem am Mittwoch, als die Frau meines Kollegen schon wieder kraenkelte und damit nur ich und unsere neue Kollegin da waren. Davor graute mir, aber dank des Bank Holidays am Montag waren wohl viele Leute im Urlaub und es war sogar recht ruhig und daher nicht zuuuu stressig!

Der Bank Holiday am Montag selbst war eher unspektakulaer und ehrlich gesagt etwas deprimierend, nicht nur wegen des typischen Regens an freien Tagen in GB….

Wir taetigten halbherzig einige Besorgungen und gingen dann Fish&Chips essen mit Hubbys Oma. Die hatte uns bei Hubbys morgendlichem Anruf etwas in Panik versetzt, da sie steif und fest behauptete, seit ewiger Zeit in diesem ‘komischen Haus’ festzusitzen (=ihr Haus seit 62 Jahren!) und sich ja nie jemand um sie kuemmert etc etc. Alles total wirr und schade um die vielen, vielen Stunden, die sich die Familie jede Woche um sie kuemmert (und sie ist ehrlich gesagt inzwischen super anstrengend!).

Aber das ist die Demenz, und man kann es ihr wirklich nicht uebel nehmen. Trotzdem schlaucht es total, und bei jedem ‘Koller’ macht man sich dann riesige Sorgen, ob das nun der gefuerchtete Anfang vom Ende ist!

Ich moechte auch unbedingt, dass sie ihren Urenkel noch kennenlernen darf, und dass vor der Geburt nichts passiert, was Hubby die Freude daran nehmen koennte!

Der Tag besserte sich aber ganz massiv beim Fish&Chips Essen. Da die Oma ca 3-5 x pro Woche dort ist (sie LIEBT es und braucht auch die Kalorien!), schaekern der Besitzer und alle Angestellten ganz nett mit ihr. Eine Dame war ausserdem gerade mit dem Besen unterwegs und lief an uns vorbei, als mich der Kleine gerade ganz stark kickte und ich einfach nur schnell und instinktiv meine Hand an den Bauch legte. Sie meinte dann ganz laut (im Spass), ob meine Fruchtblase denn geplatzt sei und sie sauber machen soll. Das ganze Restaurant schaute mich an, ich musste kichern und wurde knallrot….und Hubby hat sich weggeschmissen vor Lachen 😉

Am Mittwoch (31.5.) war dann die Tangoshow, die ich unbedingt noch sehen wollte. Sie war auch in dieser Tour einfach nur klasse – und schien sogar dem kleinen Mann zu gefallen, der nahezu die gesamte Zeit durchstrampelte, was das Zeug hielt. Sehr suess, udn ich hoffe, das deutet auf einen Taenzer hin (und nicht, dass er es schrecklich fand, hihihi)! 🙂

Danach gingen wir noch zum Buehnenausgang und redeten kurz mit einigen der Taenzer, mit denen wir vor ein paar Jahren in Buenos Aires Unterricht hatten und die auch hier in GB schon einige Male Gastlehrer bei unserer Tangogruppe waren. Diese Leute sind wirklich die Ueberflieger ihrer ‘Disziplin’, aber so nett, unarrogant und herzlich, dass es eine Freude ist, sie zu treffen. Sie machten auch einen Riesenaufstand mit meinem Bauch, dem ‘Tango Baby’ 😉

Donnerstags hatte ich frei und bekam Besuch von meiner italienischen Freundin mit Baby. Wir sassen im Garten und wollten das Wetter geniessen – bis unser super-nerviger Nachbar mal wieder meinte, unbedingt Rasen maehen zu muessen. Er ist kein schlechter Mensch, aber einfach nur (sorry) ‘strunzdumm’ und so laut.

Wir wohnen hier dicht auf dicht, und staendig hat er in seiner Kueche (!! wer braucht denn sowas??!!) seinen Fernseher SO LAUT an, dass man es bei offenem Fenster in unserem ganzen Haus und im Garten hoert. Natuerlich auch dann, wenn er nicht da ist! Ansonsten hock er echt nur auf seinem ‘stattlichen’ Hintern und redet in einer Tour, mit Besuch oder am Handy.  Dadurch gehe ich leider nur noch recht ungern in unseren Garten, was echt schade ist – vor allem jetzt!

Am Freitag (2.6.) war ich bei der Hebamme (bzw ihrer Urlaubsvertretung). Es war alles in Ordnung, was ja immer toll ist. Der naechste und vermutlich letzte Termin dort ist dann am 16.6. bei (fast) SSW 40! Puuh, die Tage sind gezaehlt 😉

Dieser Freitag war auch mein letzter Arbeitstag, was sich ganz ganz seltsam anfuehlte und ich ploetzlich richtig sentimental wurde (so sehr mich mein Job auch stresst!!!). Gluecklicherweise konnte ich alles relativ OK uebergeben….aber natuerlich kann man nicht immer alles komplett abhaken (z.B. weil man auf Preise des Lieferanten wartet etc).

Daheim angekommen fand ich dann das Ergebnis meines privat bezahlten Streptokokken B Tests in der Post. Ich hatte lange ueberlegt, ob ich den Test machen soll, da die Aerzte immer etwas abwertend kommentierten.

Abgeblich kann man einen Tag positiv und am naechsten Tag negativ testen, und die Chancen auf Uebertragung auf das Baby sind wohl relativ gering. Trotzdem sagte mir mein Instinkt (und Hubby!), den Test trotzdem zu machen. Es ist nicht besonders angenehm, da man ihn selbst vaginal und rektal durchfuehren muss – aber irgendwie habe ich es wohl hinbekommen, denn das Ergebnis war POSITIV!

Daher muss ich nun waehrend der Geburt intravenoes Antibiotika bekommen, was zusammen mit der Einleitung das ganze immer ‘medizinischer’ macht. Aber ich bin trotzdem SO FROH, dieses Wissen zu haben und nun handeln zu koennen!

Alle sagen mir immer, dass man seinen Instinkten vertrauen soll….und das hat sich ja dann wohl bewiesen!!!

Am Samstag (3.6.) verbrachten Hubby und ich einen wunderschoenen Tag zusammen, mit einem Spaziergang in einer unserer Lieblings’parks’ und dann einem leckeren Essen in einem Pub am Meer. Das war richtiges Urlaubsfeeling 🙂

Woche 36

Wie unterschiedlich doch 2 Wochen (SSW 35 und 36) sein koennen, nur weil es einem wieder besser geht und man dadurch etwas mehr Energie hat – obwohl Woche 36 eigentlich einfach nur stressig auf der Arbeit war.

Mein neue Kollegin hat am 22.5. angefangen und ich hatte sie wirklich die ganze Zeit ‘an der Backe’. Das war ja nicht ihre Schuld, aber trotzdem anstrengend. Dazu kamen dann einige Ueberstunden, da ich manche ‘vertraulichen’ Sachen einfach nicht mit ihr neben mir sitztend erledigen konnte. Dazu noch der ganz normale Stress mit Kunden und meinem Boss und ich war platt. 🙂

Am Mittwoch hatten wir die zweite Session unseres Geburtsvorbereitungskurses, die wesentlich besser war als die erste, da wir dieses Mal praktische Infos und Tips bekamen fuer die Zeit nach der Geburt.

Am Donnerstag hatten Hubby und ich dann beide frei, da wir um 11 Uhr einen US und dann ‘Consultant Appointment’ im Krankenhaus hatten. Der US war super und alles war in Ordnung, nur etwas ‘scary’ da der kleine Mann immer noch recht gross ist und ich ihn ja nun irgendwie aus mir rausbekommen muss, hihihi.

Wir sprachen auch nochmal ueber die Einleitung und haben nun einen Kompromiss gefunden, mit dem sowohl wir nun einen Termin am 21.6. -der ist uns allerdings nicht garantiert, da Notfaelle immer Vorrang bekommen.

Ich hoffe natuerlich, dass es bis dahin ‘von selbst’ passiert, da ich nicht besonders scharf auf die Einleitung bin. Allerdings auch nicht auf eine potentielle Unterversorgung (mit schlimmen Konsequenzen) meines Babys wegen meiner ‘alten Plazenta’ -daher muss das immer ein Kompromiss sein.

Wir haetten z.B. auch den 23.6. auswaehlen koennen, aber da es ja dann immer noch tangelang wegen Notfaellen nach hinten verschoben werden kann, wollten wir das unserem Baby zuliebe nicht riskieren.

Auch wenn ich ihn so gerne in mir habe und spuere, und jetzt schon sentimental werde, wenn ich daran denke, potentiell nie mehr schwanger zu sein danach.

Aber ich weiss, dass ich MEHR als Glueck habe, es ueberhaupt erlegen zu koennen….und wer weiss, ob uns dann ueberhaupt noch nach einem 2. Kind ist, wenn der ganze Stress anfaengt 😉

Den Rest unseres freien Tages am Donnerstag verbrachten wir im Cafe mit Freunden und dann im Yoga (ich). Es war sehr heiss am Donnerstag und Freitag.

Am Freitagabend gingen wir ins Theater zur ersten der 2 Tanzshows, die ich unbedingt noch sehen will (die naechste ist am 31.5.).  ‘Remembering Fred’ (Astaire) war einfach klasse und hat uns beiden als Tanzfans super gut gefallen.

Mit Beginn des ‘Bank Holiday Weekend’ wurde dann das Wetter auch typisch britisch schlechter, was uns allerdings dabei half, das Haus noch mal ein gutes Stueck weiter vorbereitet zu haben. Das ist ja auch schonmal was. 😉

Woche 35

Diese Woche stand irgendwie unter einem Motto: ‘Hard work’….im Sinne von ‘anstrengend’. Nicht, dass ich mich WIRKLICH beschweren kann, da mir bewusst ist, dass ich es bisher viel zu einfach hatte! Aber einmal darf man das ja auch 😉

Der erste Faktor war Stress auf der Arbeit und ein Gefuehl von ‘Gefangenheit’, da ich nun auch noch die naechsten 2 Wochen arbeiten ‘muss’ (oder halt meine Kollegen im Stich lasse, was mir sehr sehr schwer faellt).

Am 22.5. faengt endlich meine Vertretung an, und daher habe ich nun eine Woche vor mir, in der ich den ganzen Tag jeden Handgriff erklaeren muss. In der Woche drauf geht das wohl noch weiter, und noch dazu ist 50% des Teams auf Urlaub bzw teilweise auf einer Ausstellung. Diese Woche nervt mich mehr als die erste, da alle immer tun was sie wollen, einfach Urlaub nehmen und ich mich dann wieder verantwortlich fuehle. Mal sehen, ob ich nicht doch schon auf Mutterschutz gehe in der Woche! Frueher oder spaeter muessen sie ja eh ohne die ‘Mother Hen’ klarkommen. 🙂

Wenn ich halt wuesste, dass ich wirklich noch 2 Wochen bis zur Geburt habe, wenn ich so lange arbeite…. aber da steck ja keiner drin! 🙂

Am Freitag bei der Hebamme lag der kleine Mann naemlich schon in einer guten Stellung und recht tief im Becken. Das macht Laufen und schlafen wohl noch anstrengender – oder es ist die Groesse des Bauchs?

Wie auch immer scheine ich in einem Kreis aus Bewegungsmangel und Schlaflosigkeit festzustecken. Ich ging daher am Dienstag schwimmen, was toll war, aber dann flammte wieder meine Haut auf und es ging mir am naechsten Tag auch nicht so toll. Das kann Zufall sein, aber ich beobachte das nun das 2. Mal in diesem bestimmten Pool und frage mich, wie dort die Hygiene ist!!! .

Laufen kann ich leider nicht mehr lange genug, um genuegend Bewegung zu bekommen, und auch das Tanzen musste ich nun massiv einschraenken, da mein Bauch immer oefter weh tut und hart wird. Yoga ist zwar entspannend, aber eher wenig Bewegung fuer mich.

Am Mittwoch wachte ich gege 2 Uhr nachts auf, mit ekligen Halsschmerzen und etwas Gliederschmerzen. Das scheint wohl so ein komischer Virus zu sein, den viele hier momentan haben….etwas Halsweh, etwas Unwohlsein….aber das nur ca 2 Tage. Halsweh loest bei mir allerdings leider immer die grosse Panik aus, da auch die Mandelentzuendung rumgeht und ich das immer ganz ganz schlimm bekomme. Aber ich hatte wohl Glueck 😉

Am Mittwoch hatten wir die erste von 2 ‘Antenatal Classes’ (Geburtsvorbereitungskurs). Das war OK, aber nicht so ‘lehrreich’ wie erwartet udn auch die Teilnehmer waren etwas….seltsam 🙂 Aber man kann sich ja auch anders vorbereiten (Freunde mit Kindern, Internet, Youtube etc), und ich bin froh, meine Freundin mit Baby zu haben.

Abgesehen von all den Zipperlein ist aber alles in Ordnung, und ich glaube, dass mir die Kombination mit Arbeitsstress und diesem Virus, zusammen mit dem Schlafmangel und einer leichten ‘Torschlusspanik’ a la ‘this is really happening, what did I do’ einfach mal kurz zu schaffen machen.

Ich bereue nichts, wirklich…. 🙂 Es wird nur alles euf einmal viel realistischer! 🙂

 

((Nachtrag einer Erinnerung, die ich nicht vergessen will: Das Plaetschern des Wassers in der Badewanne, als der Kleine so heftig strampelte 🙂 Das war einfach nur suess!))

Wochen 33 und 34

Und wieder fehlen mir Zeit und Musse, jede Woche zu posten. Aber das kann man ja nachholen 😉

Woche 33 war eigentlich recht unspekatulaer….arbeiten, Yoga, Tango, Hebamme am Freitag und lecker Tapas-Essen mit dem Hubby am Samstagabend (im Lieblinkslokal).

Am Sonntag 7.5. (Anfang 34. SSW) hatte ich meinen ‘Chick Do’. Das war meine Version einer ‘Baby Shower’, da ich es einfach unmoeglich finde, seine Freundinnen einzuladen mit der Absicht, beschenkt zu werden.

Ich wollte einfach einen netten Nachmittag mit Freundinnen verbringen ud meine Schwangerschaft ‘feiern’.

Da in GB ein Junggesellinnenabschied vor der Hochzeit ‘Hen Do’ heisst, nannte ich meine Feier einfach ‘Chick Do’ – fuer das kleine Kueken, das ich ausbruete. Ich bat die Damen (und meinen schwulen besten Freund, der damals vor der Hochzeit schon eine ‘Ehrenhenne’ war) , bloss nichts zu kaufen. Ich wollte lieber fuer die oertlichen Obdachlosen spenden, die eben kein weiches und ‘gefedertes Nest’ haben wie unser Kueken. Und nicht so viel Glueck wie wir!

Auf Initiative einer guten Freundin brachten dann alle noch Kuchen und anderes Essen mit, um mir die Arbeit zu erleichtern. Das war echt supernett und ein wirkliches ‘Gelage’.

Unsere Deko sah so aus – allerdings in echt etwas weniger wie ‘Grosswaschtag in Italien’ und eher ‘verspielt’ 🙂

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Das war wirklich ein schoener Nachmittag mit netten Freunden und leckerem Essen. Und natuerlich kamen doch noch ein paar Geschenke….aber ich konnte danach trotzdem GBP110 an die oertliche Obdachlosenhilfe ueberweisen.

Am Dienstag 9.5. ging ich endlich mal zum Arzt wegen meines juckenden Ausschlags. Er riet mir zu einem Bluttest, den ich dann am 12.5. auch bekam, nur zur Sicherheit. Die Ergebnisse habe ich noch nicht, aber ich erwarte auch nichts Weltbewegendes. Ich denke, dass es einfach allergische Hautreaktionen sind. Insgesamt ist es auch nicht mehr besonders schlimm, aber die Hebamme und ein Bekannter, der Arzt ist, haben zum Test geraten.

Am ersten Termin am 9.5. machte der Arzt auch einen Urintest, der positiv auf eine Blasenentzuendung anschlug. Ich hatte eigentlich keine Symptome, ausser staendig aufs Klo zu muessen. Dafuer beschuldigte ich das Baby und sein Rumgehuepfe auf meiner Blase 🙂

Kurz und gut sollte ich also Antibiotika nehmen, da es sonst zu verfruehten Wehen kommen kann. Das widerstrebt mir zwar normalerweise, aber in dem Fall habe ich das auch eingesehen. Allerdings waren die Laborergebnisse, die ich am 12.5. beim Bluttest erfragte, negativ – daher konnte ich dann verfrueht mit den Antibiotika aufhoeren und hatte sie unmsonst genommen. Aber ich verstehe wirklich, warum ich sie nehmen sollte.

Am 10.5. hatte ich den ersten Hausbesuch des ‘Health Visitors’, in dem Fall eine ausgebildete Kinderkrankenschwester. Die HV uebernehmen nach der Geburt von den Hebammen die Pflege und kuemmern sich telefonisch und mit Hausbesuchen um Mutter und Baby. Das finde ich toll, und die Dame (Paddy) war auch sehr nett und hat sich viel Zeit genommen zum Kennenlernen.

Kurz vorher klappte mir nochmal ganz ganz massiv die Kinnlade runter, als mir mein Boss eroffnete, dass er auch Vater wird….ER????? Er ist wirklich super guter Freund, noch dazu mein Ex (wir waren recht lange zusammen, aber das ist nun schon ewig her!) und ueberhaupt ein super Mensch, mit dem es halt einfach nicht klappte, weil er etwas…..eigen ist. Er heisst Peter und ist auch ein echter ‘Peter Pan’, der mit seinen nun 58 Jahren nicht wirklich erwachsen wird 😉

Dieser eingefleischte Junggeselle, der leicht Freundinnen findet (weil er eben charismatisch ist) sie aber schwer behaelt, weil er immer sein eigenes Ding machen will und chronisch zu spaet kommt etc etc etc. wird nun Vater! Seine Freundin war bis vor relativ kurzem noch seine ‘Mieterin’ (eines Zimmers in seinem Haus) – sogar ueber mich, da ich sie vom Tango kenne. Sie ist wohl ca 35!!!!! Ich war so geschockt, da ich mir einfach nie Kinder mit ihm vorstellen konnte und einfach nicht verstehen konnte, wie sie das machen kann! Aber auch total gluecklich fuer die beiden.

Und vor allem war ich nur noch froh, den Hubby zu haben, mit dem ich gerne in das Abenteuer Kind starte, weil er zuverlaessig und vernuenftig ist (und dabei aber auch super witzig und interessant!)

Am 12.5. (Freitag) ging ich wider Erwarten doch nochmal zum Tango als ‘Demonstrator’ mit unserem Lehrer. Es war allerdings sehr wenig los (und daher etwas oede), und ich habe es wohl ausserdem etwas uebertrieben mit dem Tanzen, da ich am naechsten Tag wirklich muede war.

Genau an dem Tag wollte Hubby unbedingt mit Freunden grillen, was schon er schon voerher ‘angemeldet’ hatte und eigentlich auch super war – aber nur wieder mit viel Arbeit und Gerenne verbunden. Daher war ich abends echt fertig und mein Ruecken schmerzte sehr.

Sonntags verbrachten wir daher viel Zeit im sonnigen Garten und gingen kurz spazieren. Abends grillten wir noch zu zweit die Reste. Aber der Sonntag war ja eigentlich schon die 35. SSW 🙂

Sammeleintrag Wochen 29-32

OK -gut, dass ich meinen Kalender habe, sonst wuerde ich das echt nicht mehr alles rueckblickend hinkriegen!

In Woche 29, am 4.4. bekam ich ploetzlich morgens im Buero eine Whatsapp-Nachricht einer guten Freundin, die bei 37+4 recht unerwartet und ganz schnell ihren Sohn entbunden hatte. Er ist aber voellig ausgewachsen und gesund, und unglaublich suess.

Das hat mich wirklich erstmal ‘geschmissen’….erstens, weil mir ploetzlich klar wurde, wie schnell es gehen kann, und ich doch so gerne schwanger bin. Den Rest der Woche verbrachte ich also ganz intensiv mit Baby-Vorbereitung, die ich aus ‘Neurosegruenden’ immer noch etwas langsam hatte angehen lassen.

Die Freundin fing erst 2 Tage vor der Geburt ihren Mutterschutz an, und ich hatte mir so schoen vorgestellt, dass wir uns ja jetzt nochmal in Ruhe unter der Woche treffen koennten. Das war wohl nix 🙂 Ausserdem kam in mir in den ersten Stunden, nachdem ich es erfahren hatte, wieder ein Anflug von Panik auf. Was ist, wenn bei uns doch noch was schiefgeht? So nah und doch so fern…aber andererseits will ich die SS noch etwas geniessen….das klingt echt so bloed, aber wie gesagt sind diese Art von Gedanken wohl der wirkliche Preis einer Fehlgeburt.

Ansonsten war SSW Woche 29 sehr angenehm, und die Kicke wurden immer staerker fuehlbar, was ja eine tolle Beruhigung ist.

Am Sonnntag (9.4., Anfang 30. SSW) gingen wir dann mit einem Freund in einem wunderschoenen Bluebell-Wald spazieren. Dort waren wir letztes Jahr kurz vor der Fehlgeburt gewesen, aber ich habe mich ganz bewusst dazu ueberwunden, wieder hinzufahren und habe es sehr genossen. Bluebells sind wirklich etwas ganz Besonderes und man wuerde sich nicht wundern, wenn ploetzlich ein paar Feen vorbeifliegen wuerden 😉

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Am 11.4. traf ich meine neue Hebamme, die sehr nett war. Unser kleiner Mann hat ihr erstmal die Hand weggeschubst, als sie seine Lage ertasten wollte. Der Kleine hat ‘Attitude’ 🙂

Am 12.4. sah ich dann das Baby meiner Freundin das erste Mal, was mich wirklich gluecklich machte und die Vorfreude noch erhoehte!

Am 14.4. (Karfreitag) ging ich zur Messe in die Kathedrale, am 15.4. bekamen wir Besuch von netten Freunden mit einer riesigen Ladung Baby-Geschenke (plus ein weiterer kurzer Spaziergang im Bluebell-Wald an dem Tag)

Am Ostersonntag (16.4.) flog ich dann nach Deutschland. Das war das erste Mal in genau einem Jahr, dass meine Eltern und ich ganz entspannt Zeit zusammen verbringen konnten, ohne Fehlgeburten oder andere medizinische Probleme. Ich sah ausserdem viele nette Freunde und Verwandte, ging Schwimmen im Thermalbad, genoss einen Einkaufsbummel mit meiner Mutter und ein Pizzaessen. Wir waren fast staendig auf Achse und die Zeit verging wie im Flug.

Am 24.4. fuhren Hubby und ich fuer 2 Tage in ein superschoenes Wellness-Hotel ganz hier in der Naehe. Wir genossen den Pool, die Zweisamkeit, das Essen und die Massagen/Facials. Leider hatte ich wie auch schon in DE einen sehr juckenden Ausschlag, den ich auf das Chlorwasser schiebe. Das ist etwas nervig, da ich gerne schwimme, vor allem jetzt wo das Laufen doch langsam schwer faellt. Aber mit solchen Problemen kann ich leben!

Am 27.4. hatten wir wieder einen Ultraschall hier in GB. Der kleine Mann waechst und waechst und ist eher gross (oh oh!). Danach kuemmerten wir uns an dem Tag noch einige Stunden um Hubbys Oma.

Am Freitag 28.4. ging ich einen Tag arbeiten, was recht entspannt als ‘Wiedereinstieg’ war, und am 29.4. trafen wir abends Freunde. Am Sonntag wieder ‘Oma-Duty’.

Heute (Bank Holiday Monday, eigentlich ja schon SSW33) ist schon unser letzter Urlaubstag. Das tut mir total leid fuer Hubby, aber fuer mich ist es ja jetzt nicht mehr so lange. Ich werde so lange wie moeglich arbeiten, da man in GB eine gewisse Zeit bekommt, die man entweder vorher oder nachher nehmen kann – und ich nehme sie lieber, wenn das Baby da ist. Zumindest, solange es OK ist und ich weiterhin radfahren (und tanzen) kann! Es ist ja ein Buerojob, wenn auch oft sehr sehr stressig!

Heute morgen haben wir wieder besagte Freundin und ihr suesses Baby (und netten Mann) besucht und sind lange spazieren gegangen, was erstaunlich gut ging! Jetzt koechelt gerade unser ‘first ever’ Sauerbraten im Ofen, was so gut riecht, dass ich schm vor Hunger ‘einzugehen’ drohe 😉